Das schmückt die Ottostadt - Award „Deutscher Wohnungsbau“ geht an Die Stadtfelder

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Ausgezeichnet! Deutschlands schönste Fassade an einem Mehrfamilienhaus steht in Magdeburg. Das 2017 eingeweihte Eckgebäude am Pfälzer Platz wurde in München mit dem „Award Deutscher Wohnungsbau“ des renommierten Callwey-Verlages ausgezeichnet.

Das Gebäude der Magdeburger Wohnungsgenossenschaft „Die Stadtfelder“ gewann damit den Wettbewerb in der Kategorie „Innovative Fassade“. Es setzte sich gegen Projekte aus ganz Deutschland durch. Die Jury prämierte die Idee, eine Fassade aus weißen Putzflächen mit einem Band aus vorspringenden Loggien zu umspielen und so eine besondere Plastizität zu erzeugen.

Der Gewinner

In den Neubau mit 27 barrierefreien Zwei-, Drei- und Vier-Raum-Wohnungen sowie einer Tiefgarage hatte die Genossenschaft rund 6,3 Millionen Euro investiert. „Wir haben damit eine Lücke geschlossen, die am Pfälzer Platz seit dem 2. Weltkrieg klaffte. Das sechste und oberste Geschoss springt als Staffelgeschoss zurück und vermittelt so in der Höhe zu den Nachbargebäuden“, erläuterte Architektin Sandra Oheim das Konzept. Der vorher etwas zerklüftet wirkende Platz habe so sein charakterstarkes Gesicht zurückerhalten. Sandra Oheim ist Mitinhaberin des Magdeburger Architekturbüros arc architekturconcept GmbH, nach deren Entwürfen das Gebäude errichtet wurde.

Die Preisträger

„Wir haben uns nicht nur um den Preis beworben, weil unsere Mitglieder stolz auf dieses Gebäude sind“, erklärte Jens Schneider nach der Preisverleihung. „Wir wollen damit auch zeigen, dass Magdeburg attraktiven Wohnraum zu bieten hat und sich die Stadt weiterentwickelt“, so der Vorstand der Wohnungsgenossenschaft „Die Stadtfelder“ weiter. „Wir wollten nicht nur gut geschnittene Wohnungen – jede hat einen anderen Grundriss –, sondern auch eine besondere Fassade, die sich trotzdem harmonisch zwischen die beiden Bestandsbauten fügt.“

Jens Schneider und Sandra Oheim betonten gleichermaßen die angenehme wie partnerschaftliche Zusammenarbeit während der Planungs- und Bauzeit. „Wir freuen uns deshalb sehr über den Preis“, ergänzte die Architektin. „Er ist Balsam für das Architektenherz und wir werden das mit unserem Team gebührend feiern.“

 
Die Bauaufgabe

Rund 85 Prozent aller neuen Wohnungen in Deutschland entstehen im Geschosswohnungsbau. Bauten dieser Art prägen damit das Bild von Städten und Gemeinden weit stärker als Einzelbauten, für fast drei dutzend Architekturpreise in Deutschland vergeben werden. Um Bauträger zu würdigen, die an diese bauwirtschaftliche Alltäglichkeit mit besonderen Ideen, Mut und ästhetischem Gespür herangehen, wurde der Preis nun erstmals ausgelobt.

Der Award

Der „Award Deutscher Wohnungsbau“ richtet sich im Gegensatz zu gängigen Architekturpreisen an die Auftraggeber von Bauprojekten im Bereich Geschosswohnungsbau. Ausgelobt wird der Preis vom Callwey Verlag aus München, der Bundesstiftung Baukultur, dem Bundesinnenministerium sowie der Immobilienmesse Expo Real. Eine Fachjury prämierte Geschosswohnungsbauten in zwölf Kategorien, unter anderem Nachverdichtung, Generationenwohnen, Nachhaltiges Energiekonzept oder Sozialer Wohnungsbau.

 

 

 

 

 

 

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Das Wohngebäude am Pfälzer Platz füllt eine Jahrzehnte alte Baulücke und beeindruckt durch seine hervorspringenden und verglasten Loggien. Foto: arc architekturconcept GmbH/Die Stadtfelder
Die Preisverleihung zum „Award Deutscher Wohnungsbau“ fand in dieser Woche in München statt, moderiert von Barbara Schöneberger (m.). Die Preisträger aus Magdeburg waren vertreten durch die beiden Vorstände der Wohnungsgenossenschaft „Die Stadtfelder“, Jörg Koßmann (l.) und Jens Schneider (r.)
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